
A K T U E L L E S
Oktober 2011
Grippeimpfung
Liebe Patienten,
Die Grippezeit steht uns bevor. Wir empfehlen, wie jedes Jahr, sich gegen Grippe impfen zu lassen.
Die "echte" Grippe ist eine schwere, akute Erkrankung mit plötzlichem Beginn, rascher Verschlechterung, Fieber bis 41°, Frösteln, Schweißausbrüchen, starken Muskel- und Gelenkschmerzen, starken, bohrenden Kopfschmerzen, schwerer postgrippaler Erschöpfung, sehr starken Halsschmerzen. Säuglinge und Kleinkinder können zusätzlich auch Magen-Darm-Beschwerden zeigen. Die Grippe kann lebensbedrohlich verlaufen durch Komplikationen wie Gehirn- und Herzmuskelentzündung oder Lungenentzündung.
Im Durchschnitt sterben in Deutschland jedes Jahr 5.000 bis 8.000 Grippepatienten.
Falls Sie weitere Fragen haben rufen Sie uns bitte an.
August 2011
Neue Angebote unserer Praxis
Liebe Patienten,
hiermit möchten wir Sie informieren, dass wir unsere bereits sehr umfangreichen Vorsorgen durch eine neue Untersuchung erweitert haben. Diese dient der Früherkennung von Sehstörungen, zum Ausschluss einer Sehschwäche bzw. einer Amblyopie. Wir führen die Untersuchung bereits ab der
Vorsorge U5 mit 6 bis 7 Monaten durch. Dies ist wichtig, weil zu einem späteren Zeitpunkt manche Probleme des Sehens nicht mehr vollständig korrigierbar sind.
Ab jetzt bieten wir Ihnen Schulungen in professioneller Hautpflege des Kindes an.
Diese werden durch unser Personal unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt. Das betrifft nicht nur
Kinder mit Atopischer Dermatitis, sondern auch Patienten mit trockener Haut oder anderen Hautproblemen.
Wir bitten um Terminvereinbarung, um die notwendige Zeit dazu zur Verfügung zu haben.
Juli 2011
Impfschutz in der Reisezeit
Die medizinische Betreuung vor einer Reise ist eine gute Gelegenheit, den allgemeinen Impfschutz zu überprüfen und zu vervollständigen.
Die neuen Reiseimpfempfehlungen liegen bereits vor.
Wir informieren Sie gerne.
Hepatitis-A-Impfung
Die Hepatitis-A-Impfung gehört zu den klassischen Reiseimpfungen.
Die neuen Richtlinien liegen uns bereits vor. Die Impfung wird nicht nur bei Fernreisen empfohlen, sondern auch für Süd- und Osteuropa. Für die Grundimmunisierung sind zwei Impfungen notwendig. Die zweite Impfung wird bis 12 Monate nach der ersten verabreicht, eine Auffrischung nach 10 Jahren. Kinder ab dem ersten Lebensjahr können die Impfung erhalten. Der Schutz wird schon ca. zwei Wochen nach der ersten Impfung entwickelt.
FSME-Impfung
Vor Reisen in ein FSME-Risiko (Frühsommer-Meningoenzephalitis) oder Hochrisikogebiet ist eine FSME-Impfung sinnvoll.
Die aktuellen Risikogebiete können Sie gerne in der Praxis erfragen.
Die vorbeugende Impfung besteht - je nach Impfstoff - aus zwei Impfdosen im Abstand von drei bis zwölf Wochen sowie einer dritten Impfung nach weiteren neun bis zwölf Monaten.
Auffrischimpfungen sollten bei weiter bestehender Infektionsgefahr nach drei bis fünf Jahren erfolgen.
Weitere Reiseempfehlungen erfragen Sie bitte.
Z.B. Tollwut, Cholera, Gelbfieber oder Meningokokken-Impfung für Reisen nach z.B. Afrika oder Indien.
November 2009
"Schweinegrippe" (A/H1N1)
Nach langer interner Diskussion haben wir nun beschlossen, die Impfung gegen die sog. Schweinegrippe in unserer Praxis für unsere Patienten anzubieten. Leider wurde uns von den zuständigen Behörden zunächst wesentlich weniger Impfstoff zugeteilt als benötigt wird. Deshalb müssen wir ab der kommenden Woche (KW 47) zuerst Kinder mit Risikofaktoren impfen.
Aktuelle Informationen über den Stand der Verbreitung der Neuen Grippe in Deutschland und Europa finden Sie z.B. unter folgenden Adressen:
www.neuegrippe.bund.de
http://ecdc.europa.eu/en/healthtopics/Pages/Influenza_A(H1N1)_Outbreak.aspx
Dezember 2008
Sicherheit von Impfungen
Wirksamkeit und Nutzen von Impfungen sind unbestritten. An Diphtherie z.B. starben vor 70 Jahren in Deutschland noch 6000 Menschen jährlich, heute ist diese Krankheit dank Impfungen verschwunden, Pocken konnten durch Impfungen weltweit ausgerottet werden.
Dem gegenüber stehen weit verbreitete Befürchtungen, Impfungen könnten über die üblichen harmlosen Impfreaktionen hinaus gefährliche Krankheiten auslösen oder deren Entstehung begünstigen: z.B. Schäden der kindlichen Hirnentwicklung, Multiple Sklerose, Autismus, Autoimmunerkrankungen, Diabetes, Allergien, Anfallsleiden (Epilepsien), Plötzlicher Säuglingstod, allgemeine Schwächung des Immunsystems und Übertragung von Krankheitserregern.
Prof. Schneeweiß ist in seiner Recherche (Impfsicherheit heute; Dtsch Arztebl 2008; 105(34-35): 590-5) allen diesen Hypothesen nachgegangen. Das Ergebnis: sämtliche modernen Impfstoffe haben nicht nur ihre Wirksamkeit, sondern auch ihre Sicherheit bewiesen. Zweifel an der Sicherheit von Impfstoffen sind nicht begründet.
September 2008
Neue Vorsorgeuntersuchung U7a
Der Gemeinsame Bundesausschuss hat eine Änderung der Richtlinien über die Früherkennung von Krankheiten bei Kindern (Vorsorgeuntersuchungen, "U´s") beschlossen. Neu eingeführt wurde die U7a, einzelne Untersuchungszeiträume wurden angepasst.
Dadurch ergibt sich folgender Zeitplan für die Vorsorge-/Früherkennungsuntersuchungen von Kindern und Jugendlichen:
| U1 |
Neugeborenen-Erstuntersuchung |
| U2 |
3.-10. Lebenstag |
| U3 |
4.-5. Lebenswoche |
| U4 |
3.-4. Lebensmonat |
| U5 |
6.-7. Lebensmonat |
| U6 |
10.-12. Lebensmonat |
| U7 |
21.-24. Lebensmonat |
| U7a |
34.-36. Lebensmonat |
| U8 |
46.-48. Lebensmonat |
| U9 |
60.-64. Lebensmonat |
| U10 |
7.-8. Lebensjahr (Grundschulcheck) |
| U11 |
9.-10. Lebensjahr |
| J1 |
12. Lebensjahr |
| J2 |
14.-16. Lebensjahr |
| Mit Beginn der Pubertät bis zum Abschluss der Pubertät einmal pro Jahr |
April 2007
Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) und Genitalwarzen (Condylomata acuminata)
Der Gedanke an sexuell übertragbare Krankheiten ist in den meisten Fällen mit den Begriffen „HIV“ und „AIDS“ verbunden. Die Gefahr durch andere Erreger wird unterschätzt, obwohl die Zahlen alarmierend sind: 70% der Bevölkerung infizieren sich beispielweise im Laufe ihres Lebens mit dem Humanen Papillomvirus (HPV), das bei Menschen Warzen, Krebsvorstufen und bösartige Tumore hervorruft.
Die Übertragung erfolgt meist durch direkten Haut- oder Schleimhautkontakt. Es gibt keine speziellen Risikogruppen. Immer stärker betroffen sind Jugendliche. Bedingt durch die früh einsetzende körperliche Reife kommt es früh zu den ersten sexuellen Erfahrungen. HPV erzeugt in den meisten Fällen gutartige, selbstlimitierende Läsionen im Epithel. Zwar ist die Infektion in den meisten Fällen nach einem Jahr nicht mehr nachweisbar, doch wenn sie persistiert können die Viren schwere Erkrankungen auslösen. Die gefährlichste Folge ist das Zervixkarzinom. In über 99% der Fälle ist die Entstehung eines Zervixkarzinom auf die Infektion mit HPV zurückzuführen.
Jedes Jahr erkranken weltweit rund 500.000 Frauen an dieser Krebsart, in Europa sind es ca. 33.500 Frauen, 15.000 Frauen sterben daran. Damit ist diese Krebsart in Europa nach dem Brustkrebs die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache. Etwa 75% der Fälle von Gebärmutterhalskrebs in Europa werden durch die HPV-Typen 16 und 18 verursacht. Über Gebärmutterhalskrebs und dessen Vorstufen hinaus kann es auch zu äußeren Genitalläsionen kommen, einschließlich Läsionen der Vulva und der Vagina sowie Genitalwarzen.
Mit dem neuen Impfstoff (Gardasil, Sanofi Pasteur MSD) als Prophylaxe gegen HPV ist es erstmals möglich, den Gebärmutterhalskrebs, der durch die HPV-Typen 16 und 18 verursacht werden, zu 100% zu verhindern. Da durch den Impfstoff nicht alle Hochrisiko-HPV-Typen abgedeckt werden, sind regelmäßige gynäkologische Vorsorgeuntersuchungen weiterhin notwendig. Neben den beiden Typen 16 und 18 enthält der Impfstoff noch Antigene der Typen 6 und 11. Diese sind für ca. 90% aller Genitalwarzen verantwortlich. Auch gegen diese Erkrankung zeigte der Impfstoff eine nahezu 100%ige Wirksamkeit.
Aufgrund des sexuellen Übertragungsweges ist der ideale Zeitraum zur Impfung vor dem Eintritt in das Sexualleben, d.h. zwischen 9 und 15 Jahren, wobei die Impfung sowohl bei Jungen als auch bei Mädchen (Frauen bis 26 J.) durchgeführt werden sollte. Aber auch zu einem späteren Zeitpunkt ist die Impfung sinnvoll, da die Prävalenz im Alter von weniger als 25 Jahren nur ca. 30% beträgt.
Der Impfstoff wird in drei Dosen zum Zeitpunkt 0, 1.-2. und 6. Monat verabreicht. Er ist sehr gut verträglich. In klinischen Studien konnten damit auch 5 Jahre nach der dritten Impfung Antikörpertiter erzielt werden, die um ein Mehrfaches über denen lagen, die nach natürlicher Infektion erreicht werden. Zwar existiert bei HPV bislang keine eindeutig definierte Schutzgrenze, jedoch weisen diese Ergebnisse auf eine sehr lange Schutzdauer hin.
Bevor Sie bei uns einen Impftermin vereinbaren empfehlen wir Ihnen, die Frage der Kostenübernahme mit Ihrer Krankenkasse zu klären.
Februar 2007
Ernährung, Neurodermitis, Eßstörungen
Frau Dr. Skowron hat nach entsprechenden Schulungen und Fortbildungen die Qualifikationen "Ernährungsmedizinerin BFD e.V." und "Neurodermitistrainerin" erworben. Zusammen mit unserer Psychologin, Fr. Sabine Schröder, hat sie ein standardisiertes Programm zur Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit Eßstörungen erarbeitet, das wir ab sofort anbieten können.
August 2006
Aktuelle Impfempfehlungen der STIKO
Am 31.07.2006 hat die STIKO (Ständige Impfkomission am Robert Koch
Institut) ihre neuen Impfempfehlungen veröffentlicht. Zusätzlich zu den bisherigen Standardimpfungen sollen generell alle Kinder bis 24 Monate gegen Pneumokokken geimpft werden, ältere Kinder bis zum 5. Lebensjahr bei Vorliegen einer gesundheitlichen Gefährdung (Indikationsimpfung). Pneumokokken sind seit der Einführung der Hib- Impfung und dem dadurch bedingten Rückgang invasiver Hib-Erkrankungen zu den häufigsten Erregern schwerer bakterieller Infektionen (Sepsis, Meningitis) im Säuglings- und Kleinkindesalter geworden.
Neu ist ausserdem die generelle Impfempfehlung für alle Kinder im zweiten Lebensjahr gegen Meningokokken der Serogruppe C. Erfahrungen anderer Länder haben gezeigt, dass dadurch ein deutlicher Rückgang der individuellen Morbidität invasiver Meningokokken C-Erkrankungen (Behinderung, Tod) erreicht werden kann.
Epidemiologisches Bulletin 30/2006 u. 32/2006, www.rki.de
Juni 2006
Masern-Epidemie in Nordrhein-Westfalen
Bei Masern handelt es sich um keine harmlose Kinderkrankheit! Sie sind hochgradig ansteckend, nach Einatmen infektiöser Tröpfchen erkranken 8 bis 12 Tage später 95% aller ungeschützten Personen schwer, zunächst mit Fieber, Schnupfen, Husten, dann mit dem typischen Ausschlag. Die Krankheit hinterläßt für etwa 6 Wochen eine vorübergehende Immunschwäche, zusätzliche bakterielle Superinfektionen können folgen.
Gefürchtete Masernkomplikation ist die Enzephalitis, die mit Bewusstseinsstörungen bis zum Koma einhergeht, bei 10 bis 20% tödlich verläuft und bei einem Drittel der Überlebenden bleibende Hirnschäden hinterläßt. Die sog. SSPE ist eine weitere, erst nach 6 bis 8 Jahren auftretende Spätkomplikation, die zunehmende zerebrale Funktionsverluste verursacht, mit stets infauster Prognose. Hiervon sind seit 2003 in Deutschland mindestens 14 Fälle aufgetreten, davon waren 8 Kinder im ersten Lebensjahr an Masern erkrankt - in einem Alter, in dem sie noch gar nicht gegen Masern geimpft worden sein konnten. Andere Ungeimpfte sind für die Ansteckung und Erkrankung dieser Säuglinge verantwortlich („fehlende Herdimmunität“) und gefährden auch andere Personen (z.B. mit Immundefekten, unter Chemotherapie).
Laut aktueller Statistik der Weltgesundheitsorganisation (WHO) starben im Jahr 2004 weltweit 454.000 Menschen an Masern.
Im Jahr 2004 wurden in Deutschland 121 Fälle, 2005 schon 778 und in diesem Jahr bereits mehr als 1.400 Fälle registriert, v.a. wegen der aktuellen Epidemie in NRW. Hauptsächlich betroffen sind Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren. Von dem Ziel der WHO, die Masern auszurotten, ist Deutschland im Gegensatz zu anderen Ländern wegen der schlechten Impfraten weit entfernt.
Die Erstimpfung gegen Masern (in Kombination mit Mumps und Röteln) wird mit 12 bis 15 Monaten durchgeführt, die Zweitimpfung mit 15 bis 23 Monaten. Falls bisher keine zweite Impfung erfolgt ist, sollte diese (in jedem Alter) so bald wie möglich nachgeholt werden.
Quelle: Deutsches Ärzteblatt, Heft 23 v. 09.06.2006
April 2006
Videoanalyse nach Marte Meo
Ab sofort wird in unserer Praxis die Methode der Videoanalyse nach Marte Meo angeboten, die weltweit in mehr als 20 Ländern fester Bestandteil der Elternberatung ist. Das Kommunikationsprogramm eignet sich hervorragend für Situationen, in denen es immer wieder zu Konflikten zwischen Eltern und Kind kommt: das Kind kann nicht zuhören, sich nicht konzentrieren, es gibt häufig Streit, oder die Eltern sind hilflos, weil das Kind sich in Elternhaus und Schule isoliert oder ADHS-Symptome aufweist.
Im häuslichen Umfeld aufgenommene Videobilder einer alltäglichen Situation helfen, die Ursachen des Konfliktes zu erkennen. Diese Videobilder, analysiert nach dem Marte Meo Programm, vermitteln Eltern praktisches Wissen darüber, wie sie ihre Elternfähigkeiten mit strukturierten Hilfestellungen und Anleitungen trainieren können.
„Das Baby verstehen“
Marte Meo für „junge“ Eltern soll helfen, eine stabile Beziehung zum Baby aufzubauen. Seelischen und gesundheitlichen Störungen soll so vorgebeugt werden, Eltern sollen gestärkt werden, ihre Kinder entsprechend zu fördern. Die Videoanalyse nach Marte Meo unterstützt Eltern, die Signale ihres Babys zu entschlüsseln und adäquat zu reagieren, damit sich eine stabile Beziehung entwickeln kann. Videoszenen, die Eltern mit ihrem Baby in der häuslichen Umgebung, in ganz alltäglichen Situationen zeigen, demonstrieren, beobachten und analysieren die wichtigsten Kommunikationssignale. Das „Lesen“ des Babys steht dabei im Mittelpunkt.
Um die Eltern-Kind Beziehung schon in ihren Anfängen zu fördern, hilft die Videoanalyse
- für das Ausdrucksverhalten des Babys zu sensibilisieren
- Signale des Babys richtig zu deuten
- durch Kommunikation mit dem Baby mehr Spaß mit ihm zusammen zu haben
- durch Anleitungen der Eltern für eine gelungene Kommunikation dem Kind sich gut zu entwickeln
Weitere Informationen, Termine und Kontaktmöglichkeiten erhalten Sie über die Praxis oder unter bea.wilmes@netcologne.de
Website: www.beatrix-wilmes.de
April 2006
Aktualisierte Impfempfehlungen
Die STIKO (Ständige Impfkomission am Robert Koch Institut) empfiehlt, die Impfung gegen Tetanus und Diphtherie (Td) im Alter von 5 bis 6 Jahren durch eine Auffrischimpfung gegen Tetanus-Diphtherie-Keuchhusten (TdaP) zu ersetzen. Der Zeitpunkt für die TdaP-IPV-Auffrischung mit 9 bis 17 Jahren soll erhalten bleiben. Grund ist eine seit dem Jahr 2002 zu beobachtende erneute Zunahme der Erkrankungen, die besonders die Altersgruppe der 5- bis unter 15-Jährigen betrifft.
(http://www.rki.de/cln_006/nn_226862/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2005/23__05.html)
April 2006
Allergologie
Nachdem sich Herr Kuhmann schon seit längerer Zeit speziell mit allergologischen und pulmonologischen Erkrankungen im Kindesalter beschäftigt hat, darf er nun nach bestandener Prüfung vor der Ärztekammer auch offiziell die Bezeichnung "Allergologie" führen.
16.08.2005
„Gelbes Heft“ nicht mehr zeitgemäß
Die bisherigen Vorsorgeuntersuchungen U1 bis U9 und J1 sind schon lange nicht mehr auf dem neuesten medizinischen Stand. Änderungen der Lebensbedingungen und des Gesundheitsverhaltens haben neue Risiken oder eine teilweise dramatisch höhere Häufigkeit bekannter Risiken mit sich gebracht, z.B. Seh- und Hörstörungen, Allergien, Sprach-, Gewichts- und Lernprobleme, Verhaltens- und Bindungsstörungen.
Diese und weitere Probleme sollen durch die Vorsorgeuntersuchungen frühzeitig erfasst werden, damit nicht zu einem späteren Zeitpunkt manifeste Störungen und Krankheiten durch kostspielige, langwierige und dann zum Teil kaum noch erfolgversprechende Behandlungen aufgefangen werden müssen. Dazu ist es jedoch erforderlich, das Programm der bisherigen Vorsorgeuntersuchungen um Untersuchungen zum Zeitpunkt sensibler Entwicklungsphasen der Kinder und Jugendlichen zu erweitern.
Der Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte Deutschlands (BVKJ) ist seit Jahren mit der Überarbeitung des „Gelben Heftes“ beschäftigt und hat jetzt anläßlich seiner Jahrestagung in Berlin auf einer Pressekonferenz seine Empfehlungen vorgestellt. Die Kosten für dieses erweiterte Vorsorge-Programm werden von Privatkassen übernommen.
Dieses erweiterte Vorsorge-Programm halten wir für absolut sinnvoll und führen es deshalb schon seit vielen Jahren in unserer Praxis nach folgendem Schema durch:
| Vorsorgeuntersuchung |
Alter |
| U 2 |
1. Woche |
| U 3 |
4. - 6. Woche |
| U 4 |
3. - 4. Monat |
| U 5 |
6. Monat |
| U 5a |
9. Monat |
| U 6 |
1 Jahr |
| U 7 |
2 Jahre |
| U 7a |
3 Jahre |
| U 8 |
4 Jahre |
| U 9 |
5 Jahre |
| U 10 |
7 Jahre |
| U 11 |
9 Jahre |
| J 1 |
11 - 12 Jahre |
| J 2 |
16 Jahre |
Ärztliche Praxis Pädiatrie, 4/Juli-August 2005
22.05.2005
Weniger Todesfälle durch Windpocken-Impfung
Seit etwa einem Jahr wird in Deutschland die Impfung gegen Windpocken
(Varizellen) generell für alle Kinder ab dem zweiten Lebensjahr empfohlen,
idealerweise parallel zur Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln.
Die USA waren vor zehn Jahren das erste Land, das die Varizellen-Impfung
eingeführt hat. Der Effekt dieser Impfung wurde nun in einer Studie untersucht:
zwischen 1990 und 1994 wurden in den USA noch 145 Todesfälle pro Jahr durch
Windpocken registriert, 1999 und 2001 waren es nur noch 66 pro Jahr. Besonders
profitieren die ein- bis vierjährigen Kinder von der Impfung: in dieser
Altersgruppe gingen die Todesfälle um 92% zurück.
Nguyen HQ et al., N Engl J Med 2005, 352: 450-8
02.05.2005
Sollen Brustkinder Eisen erhalten?
Eisenmangel ist der häufigste ernährungsbedingte Mangel, die wichtigste
Ursache der Blutarmut (Anämie) im Säuglingsalter und wirkt sich negativ auf die
psychomotorische Entwicklung aus.
Nicht gestillte Säuglinge erhalten mit Flaschenmilch etwa 1 mg Eisen/ 100
ml. Die Substitution von Eisen bei gestillten Babys wird immer noch kontrovers
diskutiert.
Die Nachuntersuchung gestillter Säuglinge im Alter von 13 Monaten, die vom
zweiten bis sechsten Lebensmonat entweder Eisenpräparate oder ein Placebo
erhalten hatten zeigt, daß mit Substitution die Hämoglobin-Werte, die Sehschärfe und
die psychomotorische Entwicklung signifikant besser sind. Durch
Nachuntersuchungen bei Zehnjährigen, die im Säuglingsalter an schwerem Eisenmangel litten
weiß man, daß Verhaltensstörungen, motorische und kognitive Schwächen häufiger
vorkommen.
Friel, J.K., et al., A double-masked, randomized control trial of iron
supplementation in early infancy in healthy term breastfed infants. J Pediatr, 2003.
143(5): p 582-6
29.04.2005
Niedrigere Intelligenz bei unzureichender Jod- und Milchzufuhr
Eine Untersuchung von 1221 spanischen Kindern im Alter von 7 bis 13 Jahren
hat folgende Zusammenhänge zwischen Intelligenzquotient (IQ) und im Urin
gemessener Jodausscheidung gefunden:
Einen IQ kleiner als 70 haben 4,4% der Kinder, die jodiertes Speisesalz zu
sich nehmen, aber 8,2% der Kinder mit nicht jodiertem Salz.
Einen IQ kleiner als 70 haben 5,5% der Kinder, die mehr als dreimal täglich
Milch trinken, aber 11,6% der übrigen Kinder.
Die Autoren ziehen aus ihrer Untersuchung den Schluß, daß eine optimierte
Jodzufuhr die kognitive Leistung von Schulkindern verbessern kann.
Santiago-Fernandez,P., et al., Intelligence quotient and iodine intake: a
cross-sectional study in children. J Clin Endocrinol Metab, 2004. 89(8): p 3851-7
27.04.2005
Urlaub
Damit Ihre Traumreise nicht zum Albtraum wird sollten Sie sich gegen
Krankheiten schützen, die in Ihrem Reiseland endemisch sind (und damit sind nicht nur
die „klassischen“ Tropenkrankheiten gemeint wie z.B. die Malaria).
- In Skandinavien und im Baltikum breitet sich die FSME
(Frühsommer-Meningoenzephalitis) immer weiter aus, in Deutschland v.a. in Bayern, Südhessen und
Baden-Württemberg.
- Die Poliomyelitis (Kinderlähmung) ist immer noch in allen Ländern
Afrikas, im Nahen und Mittleren Osten und in Südostasien endemisch.
- In den Mittelmeerländern (Spanien, Italien, Griechenland, Türkei,
Nordafrika etc.), in Asien, Afrika und Lateinamerika besteht ein zehnfach erhöhtes
Risiko, an Hepatitis A zu erkranken (wie die „Mini-Epidemie“ im letzten Jahr in
Ägypten gezeigt hat).
- Weitere Krankheiten, gegen die Sie sich durch Impfungen schützen können
sind Tetanus, Diphtherie, Cholera, Reisediarrhoe, Meningokokken (A, C,W135,Y),
Gelbfieber, Tollwut und Typhus.
Bei Reiseantritt sollten die schützenden Antikörper bereits vorhanden sein.
Deshalb müssen diese Impfungen frühzeitig geplant werden. Informieren Sie sich
deshalb jetzt, ob für Ihr Reiseziel Impfungen oder Prophylaxen erforderlich
sind. Entsprechend den aktuellen reise- und tropenmedizinischen Empfehlungen
beraten und impfen wir Sie und Ihre Kinder gerne.
27.04.2005
Kinderlähmung (Poliomyelitis)
Im Jahr 1988 erkrankten noch 350.000 Menschen an Poliomyelitis, 2004 waren es
als Folge der weltweiten Impfprogramme nur noch 1.212 Fälle. Europa wurde
2002 von der WHO als „poliofrei“ zertifiziert.
Diese erfreuliche Entwicklung führt leider oft dazu, daß durch
„Impfmüdigkeit“ Nischen ohne Impfschutz in der Bevölkerung entstehen. Eingeschleppte
Poliomyelitis-Viren können sich dann rasant ausbreiten und verheerende Folgen haben:
dies passierte 1992 in den Niederlanden und 2004 in zwölf afrikanischen Staat
en, die jahrelang als poliofrei galten.
Dr. Beyrer und Prof. Windorfer mahnten deshalb kürzlich in einem Artikel im
Deutschen Ärzteblatt, daß zehn Jahre nach kompletter Grundimmunisierung eine
Auffrischimpfung erfolgen muß, zusätzlich weitere Auffrischungen bei Reisen in
Risikogebiete.
(Deutsches Ärzteblatt, Jg. 102, Heft 6. Weitere Informationen unter
www.nlga.niedersachsen.de/polio)
11.11.2004
Grippe (Influenza)
Influenza – allgemein als Grippe bekannt – ist eine schwere
Atemwegsinfektion. Erreger ist das hoch ansteckende Influenza-Virus. Fiebrige
Atemwegsinfektionen durch andere Viren werden häufig fälschlicherweise ebenfalls als "Grippe"
bezeichnet. Diese "grippalen Infekte" haben aber mit der "echten Grippe"
nichts gemeinsam.
Jedes Jahr im Winter infiziert sich ein Großteil der Bevölkerung und es kommt
zur sogenannten Grippewelle, meistens zwischen Januar und März. Die einzelnen
Epidemien unterscheiden sich deutlich in ihrem Schweregrad voneinander.
Influenzapandemien traten bisher in Abständen von 11–40 Jahren auf und waren
gekennzeichnet durch eine hohe Morbidität und Mortalität.
Die Influenza-Saison 2003/2004 verlief vergleichsweise milde. Dennoch mussten
etwa 10.000 Kinder unter 5 Jahren stationär behandelt werden. Selbst bei
durchschnittlichen Grippewellen sind allein in Deutschland 5.000 bis 8.000
influenzabedingte Todesfälle zu beklagen, bei starker Infuenza-Aktivität (wie z.B.
1995/1996) bis zu 30.000.
Zu den wirksamsten präventiven Maßnahmen gehört die Schutzimpfung, die
jährlich, vorzugsweise in den Monaten Oktober und November, durchgeführt werden
sollte.
Zielgruppen der Impfung (laut Empfehlungen der STIKO) sind
- Personen über 60 Jahre
- Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher
Gefährdung infolge eines Grundleidens – wie z.B. chronische Krankheiten der
Atmungsorgane (inklusive Asthma und COPD), chronische Herz-Kreislauf-, Leber- und
Nierenkrankheiten, Diabetes und andere Stoffwechselkrankheiten, Multiple Sklerose
mit durch Infektionen getriggerten Schüben, Personen mit angeborenen oder
erworbenen Immundefekten mit T- und/oder B-zellulärer Restfunktion, HIV-Infektion –
sowie Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen
- Personen mit erhöhter Gefährdung, z. B. medizinisches Personal, Personen
in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr sowie Personen, die als
mögliche Infektionsquelle für von ihnen betreute ungeimpfte Risikopersonen
fungieren können
- Wenn eine intensive Epidemie aufgrund von Erfahrungen in anderen Ländern
droht oder nach deutlicher Antigendrift bzw. Antigenshift zu erwarten ist und
der Impfstoff die neue Variante enthält.
Nähere Informationen finden Sie z.B. unter www.rki.de oder www.grippe-online.de.
06.09.2004
Durch Medienberichte haben Sie vielleicht schon erfahren, daß bei
Reiserückkehrern aus Ägypten in diesem Sommer schon über 100 Hepatitis A -Erkrankungen aufgetreten sind.
Aus aktuellem Anlass möchten wir Sie deshalb an die Impfempfehlung der STIKO
für nichtimmune Reisende erinnern, sich rechtzeitig vor einer geplanten Reise
nach Ägypten oder in andere Länder mit erhöhtem Risiko gegen Hepatitis A
impfen zu lassen (Reiseimpfung). Der Impfschutz ist ca. 2 Wochen nach der Impfung
voll ausgeprägt, eine evtl. geringere Schutzwirkung besteht bei einer
kurzfristigen Impfung innerhalb von 2 Wochen vor der Abreise.
Nähere Informationen finden Sie z.B. unter www.rki.de.
16.08.2004
Liebe Eltern,
liebe Patienten,
wir freuen uns sehr Ihnen mitteilen zu können, daß Herr Dr. Guido Kuhmann ab
September unser ärztliches Team ergänzen wird. Herr Kuhmann ist Facharzt für
Kinder- und Jugendmedizin, außerdem Neonatologe und Allergologe und zuletzt als
Funktionsoberarzt einer Kinderklinik tätig gewesen.
Hausbesuche können wir Ihnen durch die Erweiterung des Teams nun wieder ab 14
Uhr anbieten, mittwochs bereits am Vormittag.
15.08.2004
Unsere Bankverbindungen haben sich geändert. Die neuen Kontonummern lauten:
532448 bei der Deutschen Bank (BLZ 370 700 24),
169812955 bei der Stadtsparkasse Köln (BLZ 370 501 98).
Wir bitten dies zu beachten.
14.08.2004
Windpocken-Impfung
Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut.
Stand: Juli 2004
Bis zum 10. Lebensjahr erkranken 90% der Bevölkerung an Varizellen
(Windpocken). Bei 5,7% der Erkrankten treten Komplikationen auf, v.a. bakterielle
Superinfektionen, Narbenbildung, Otitis media, Pneumonie, aber auch
ZNS-Komplikationen (Meningitis, Cerebellitis, Encephalitis). Pro Jahr ereignen sich in
Deutschland durchschnittlich 6 dokumentierte Todesfälle, die Hälfte davon Kinder
unter 5 Jahren, wahrscheinlich sind es eher 25 bis 40 Todesfälle. Für Schwangere
ohne Schutz besteht die Gefahr des konnatalen Varizellen-Syndroms. Die
wichtigste Spätfolge der Varizellen ist der Herpes zoster (Gürtelrose).
Die STIKO empfiehlt die Impfung im Alter von 11 bis 14 Monaten. Sie ist sehr
gut verträglich und führt mit nur einer Impfdosis bei Kindern bis zum
vollendeten 13. Lebensjahr zu Serokonversionsraten von über 97%. Für ältere Kinder sind zwei Impfungen erforderlich. Nach bisherigem Kenntnisstand besteht danach eine
wahrscheinlich lebenslange Immunität. Ein Herpes zoster (Gürtelrose) tritt
bei Geimpften deutlich seltener auf, wird allerdings nicht völlig verhindert.
Weitere Informationen finden Sie unter www.rki.de
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